Der Museums-Blog

Auf vielfältigen Wunsch drucken wir hier die Laudatio zu unserer Sonderausstellung ab. Im Übrigen letzte Gelegenheit an diesem Wochenende, 18. und 19. Oktober, die Kunst der Halfars zu betrachten. Das Museum ist geöffnet Sa. und So. jeweils von 14-17 Uhr.

Laudatio von Lippold von Steimker: Drei Generationen Halfar

Die Idee zu dieser Ausstellung ist entstanden, durch eine Anfrage Klaus Halfars, nach einer Ausstellungsmöglichkeit hier im Museum. Das Museumsteam um Museumsleiterin Beate Bickel sah vor allem in der Gegenüberstellung der Arbeiten der vier hochkreativen Familienmitglieder die Chance, neue Sichtweisen aufzuzeigen.

Singendes Wolfhagen. Die Ballotage des Gesangvereins Liedertafel

Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder ist als geflügeltes Wort allgemein bekannt. Und wenn es danach geht, spricht nichts gegen eine Ansiedlung in Wolfhagen. Die Aktivitäten um Bezirkskantor Bernd Geiersbach sind zumindest für Kirchgänger unübersehbar, laufen doch die Vorbereitungen für sein Musical Lux Aeterna, das am 24.10. startet, auf Hochtouren. Und auch die Wilhelm-Filchnerschule fördert in verschiedenen Arbeitsgruppen Sin(g)foniker. Dass die Wolfhager Musik lieben, wird nicht zuletzt durch das jährlich in den Teichwiesen aufgebaute Kulturzelt deutlich. Im letzten Jahr war sogar eine Nacht der Chöre im Programm.

Wir laden Sie herzlich ein, am Donnerstag, den 16. Oktober 2014, 19.30 Uhr dem Vortrag von Oberstudiendirektor a. D. Wolf-Arne Pillardy: Phänomene der Beschleunigung und ihre Auswirkungen zu folgen.

Ort: Sitzungssaal im Alten Rathaus, Kirchplatz 1 (Marktplatz), Wolfhagen

Die Geschwindigkeit der Veränderungen in der Technik, der Naturwissenschaften, der Mode, des Lebensgefühls und aller gesellschaftlicher Prozesse hat sich im 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts immer schneller gesteigert. Wer heute als 8o-jähriger auf seine Kindheit und Jugend zurückblickt, schaut in eine fremde Welt: Wie seltsam man damals gekleidet war, wie unpraktisch die Kücheneinrichtung war, wie alt viele der damals genutzten Möbel bereits waren.

Bildbesprechung von Lippold von Steimker

Auf dem Bild „Der Ausritt“ führt uns Klaus Halfar eine Szene vor, die abgesehen von der Farbgebung erst einmal ganz realistisch zu sein scheint. Selbst die Darstellung eines Reiters auf einem Strauß ist uns in der Presse schon einmal untergekommen.

Eine Besprechung der Ausstellungseröffnung "HALFAR - Malerei aus drei
Generationen" finden Sie hier.

Zum Betrachten der Bilder bitte den Button "weiterlesen" anklicken.

 

Geleimt und gezwungen

Auch das gehörte früher zum Schreinerhandwerk!

Zwar wird im Allgemeinen der Hobel als wichtigstes Werkzeug des Schreiners bezeichnet, vor allem in Abgrenzung zu anderen holzbearbeitenden Handwerken, die Hobel in zünftigen Zeiten meist nicht verwenden durften. Doch war die Verwendung von Leim seit dem 16. Jahrhundert berufssichernd. Nicht nur, dass damit erstmals die Möglichkeit gegeben war, auf sichtbare Nagelung oder Verkeilung im Möbel- und Innenausbau zu verzichten und Stoßfugen zu verdecken. Nun konnten auch Edelhölzer als Furniere auf preiswerte Unterhölzer aufgebracht werden. Dabei handelte es sich um Kunstfertigkeiten, die ausschließlich Schreiner beherrschten.

Sonderausstellung im Regionalmuseum Wolfhager Land
11. September bis 19. Oktober 2014
Vernissage: 11. September, 19.00 Uhr, Zehntscheune des Regionalmuseums

Der Name Halfar ist aus Wolfhagen und Umgebung nicht wegzudenken. Nicht zuletzt, weil Wolfgang Halfar gemeinsam mit seiner Gattin Ingeburg und einigen aktiven Mitstreitern das Regionalmuseum Wolfhager Land in einem Zeitraum von 20 Jahren in seiner jetzigen Form aufgebaut haben.

„Ich kenne keine Parteien mehr...“

Porzellanschale zum “Augusterlebnis 1914“

Am 1. August 2014 jährt sich zum hundertsten Mal der Beginn des 1. Weltkrieges. Ein Fülle von Büchern, Aufsätzen, Vorträgen und Sonderausstellungen in Museen in fast allen vom Krieg betroffenen Staaten diskutiert neue Erkenntnisse bzw. erinnert seit geraumer Zeit an den ersten großen industriell geprägten Massenkrieg der neueren Zeit – an die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Seine Folgen sind noch bis heute spürbar, wie die ungelösten Probleme in Osteuropa (Ukraine), auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien und im Nahen Osten zeigen.

Turnen durften nur die Jungs...
125 Jahre Verein für Leibesübungen Wolfhagen
Erinnerungsstücke im Regionalmuseum

Vor einigen Tagen feierte der VfL Wolfhagen sein 125-jähriges Jubiläum. Zunächst 17 Mitglieder hatten im Juni 1889 den „Deutschen Turnverein“ gegründet und sich damit der Modernität verpflichtet. Denn was uns heute selbstverständlich erscheint und in hohem Maße gefördert und gefordert wird, nämlich körperlich fit zu sein, sich sportlich zu betätigen, war vielerorts zumindest unüblich, wenn nicht gar verpönt. So war Leibeserziehung keineswegs Schulfach, lediglich Fechten und Tanzen lernten Schüler auf Ritterakademien. Daneben führten nur die Philanthropen der Aufklärungszeit, die Geist und Körper als eine Einheit verstanden, bereits im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts Leibesübungen an ihren Instituten ein.

Zwei heiße Eisen

„Kleider machen Leute“ so betitelte der Schweizer Schriftsteller Gottfried Keller eine seiner Novellen im Jahr 1874 und schuf damit ein geflügeltes Wort. Und was tun wir  nicht alles in dem  Bewusstsein, dass in dieser Aussage durchaus Wahres enthalten ist. Doch ist dieses Verhalten nicht neu. Wohl schon immer war es ein menschliches Bedürfnis, sich zu schmücken und die Kleidung spielte hier – auch schon immer – eine zentrale Rolle.

Ritter im Wolfhager Land

Aktionstag und Vortrag im Regionalmuseum Wolfhager Land am Internationalen Museumstag.
Wir laden Sie am 18. Mai von 14 -17 Uhr zu Aktionstag und Vortrag in unsere Zehntscheune in der Ritterstraße 1 ein.

Ein mittelalterliches Schwert aus Landsberg

Im Hinblick auf den Internationalen Museumstag am 18.05.2014, der bei uns unter dem Motto „Ritter im Wolfhager Land“ steht, stellen wir die Hauptwaffe eines mittelalterlichen Ritters vor – ein Schwert.

Von Ostern, Eiern und Hasen

Häschen sitzt in Waldesruh,
malt die Ostereier an.
Ach, wie hübsch es malen kann!
Alle Tiere sehen zu…

In wenigen Tagen feiern wir das Osterfest. Damit gedenken wir der Auferstehung Jesu Christi, Gottes Sohn. Nachdem man ihn Karfreitag ans Kreuz geschlagen hatte und er gestorben war, war er am dritten Tag – Ostern - von den Toten erweckt worden. Damit ist nach christlichem Glauben allen im Namen Jesu Getauften das ewige Leben möglich. Doch was macht nun das „Häschen“ in „Waldesruh“? Wieso malt es Ostereier an, wie es in unserem Kinderbuch mit Versen von Lotte Huwe und Illustrationen von Ilse Nordhaus aus den 1940er Jahren geschildert wird?

Malerei, Grafik, Keramik von Wolfgang Pfeil aus Schauenburg-Elmshagen
im Regionalmuseum Wolfhager Land

Am Mittwoch, den 26. März 2014 um 19.30 Uhr eröffnen wir die Sonderausstellung „Aus einem ganzen Leben“. Malerei, Grafik, Keramik von Wolfgang Pfeil. Sie wird bis zum 2. Juni zu sehen sein.

Gusseiserne Ofenplatte
 
Die Geschichte von Judit und Holofernes
 
Nicht mehr viele Häuser werden heute mit einem Kachelofen geheizt. Doch im Mittelalter und der beginnenden Neuzeit war er neben offenen Kaminen die bevorzugte Wärmequelle für die Beheizung von Wohnräumen. Unterschiedlich geformte und oft verzierte Ofenkacheln aus Keramik strahlten die im Inneren des Ofens erzeugte Wärme ab. Erst im 15. Jahrhundert verbesserte sich die Technik bei der Eisengewinnung und seiner Verarbeitung. Man konnte jetzt Ofenplatten aus Gusseisen herstellen, die seit dem 16. Jahrhundert immer beliebter wurden. Sie waren allerdings teurer, besonders dann, wenn sie mit Ornamenten oder Darstellungen versehen waren. In dieser Zeit war Waldeck ein Zentrum für die Produktion von Ofenplatten. Bekannt war dort der Meister Philipp Soldan (1500 -1569), der solche Platten mit Motiven aus der Bibel gestaltete. Auf seinen Entwurf könnte auch die hier gezeigte Ofenplatte aus dem 16. Jahrhundert in unserem Museum zurückgehen, die im Raum Handwerk und Zünfte zu sehen ist.

Wie eine Schatzkiste – Die Zunftlade der Schneider

Das Handwerk ist auch heute noch ein bedeutender Wirtschaftzweig. Allein im Landkreis Kassel sind laut Auskunft der Handwerkskammer 2215 Firmen tätig. Bei rund einem Viertel der Handwerksberufe ist die Meisterprüfung für die Führung eines Betriebes nicht mehr erforderlich.


 – Vortrag, Donnerstag, 13. Februar, um 19.30 Uhr im Fachwerkraum der Zehntscheune

von Dipl. Rest. Carola Klinzmann, MHK, Kassel

Wir laden Sie am Donnerstag, den 13. Februar ab 19.30 Uhr in unsere Zehntscheune (Ritterstr. 1, Wolfhagen) zum Vortrag ein „Restaurierung oder Restauration. Zum sachgerechten Umgang mit Holzobjekten“.

Die Diplom-Restauratorin Carola Klinzmann wird Sie in die Geheimnisse sachgerechten Umgangs mit historischen Holzobjekten einführen. Nach einleitenden Worten zum Ausbildungsgang „Restaurator“ erläutert sie praktische Fragen der Holzrestaurierung.

Große Nachfrage der Sonderausstellung „Vom Schreiben zum Drucken“

Es ist schon interessant, sich alte Schriften einmal genauer zu betrachten. Vor allem, wenn Handgeschriebenes frühen Drucken gegenüber gestellt wird. Und das können Sie noch bis zum 02. März in unserer aktuellen Sonderausstellung "Vom Schreiben zum Drucken. Buchproduktion im Wandel an Beispielen aus der Sammlung Franz-Jürgen Marx".
Hier können Sie Faksimiles der noch handgeschriebenen „Wenzelsbibel“ aus der Zeit von etwa 1390-1400 mit Blättern aus der gedruckten „Gutenbergbibel“ von ca. 1454/55 vergleichen. Weitere Beispiele gedruckter Bibeln zeigen, dass auch in jüngerer Zeit Künstler sich mit Illustrationen des „Buches der Bücher“ beschäftigen. Auf Grund der großen Nachfrage und der positiven Besucherresonanz verlängern wir unsere Sonderausstellung „Vom Schreiben zum Drucken“ bis zum 2. März.

Vortrag mit Dr. Jürgen Römer
Mittwoch, den 15. Januar 2014, um 19.30 Uhr im Fachwerkraum der Zehntscheune

Wir laden Sie ein, am Mittwoch, den 15. Januar 2014 um 19:30 Uhr im Regionalmuseum Wolfhager Land (Ritterstr. 1, Wolfhagen) dem Vortrag „Schrift und Schreiben im Zeitalter des Buchdrucks“  von Dr. Jürgen Römer zu folgen. Der Vortrag wird im Rahmen der Sonderausstellung „Vom Schreiben zum Drucken“ durchgeführt, die noch bis zum 31. Januar  2014 im Museum zu sehen sein wird.

Ein Schaukelpferd auf Kufen?

Es ist Winter und es ist kalt. Doch gerade Kinder finden auch in der kalten Jahreszeit ihren Spaß im Freien, vor allem wenn Schnee liegt. Zu den althergebrachten Wintervergnügen gehört auch in unseren Breitengraden das Schlittenfahren. Winterspaß wird in unserem Regionalmuseum eher unauffällig dokumentiert. Die unterschiedlichen Schlittentypen in der Abteilung „Arbeit und Leben im Ackerbürgerhaus“ fallen nicht sofort ins Auge, vor allem wenn sie vorgeben, etwas anderes zu sein.

Veranstaltungen

Jahresprogramm 2018

Soweit nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen in der Zehntscheune des Regionalmuseums statt.

Dienstag, 29. Mai, 19 Uhr
Ausstellungeröffnung: Hans Staden und wir: Wie sich alles wandelte. WPU-Kunst Klasse 10 stellt aus. Die Wilhelm-Filchner-Schule zu Gast im Regionalmuseum. 30.5. bis 5.6.


Sonntag, 13. Mai, Internationaler Museumstag
14-16 Uhr „Ein Tag für die Kunst“. Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt… mit Finktastico: Anfertigung von Sandbildern.
16-17 Uhr Vortrag: Lippold von Steimker: Bildende Kunst in Wolfhagen, bildende Kunst aus Wolfhagen, Teil 1.
Eintritt frei!

Mittwoch, 6. Juni, 19.30 Uhr
Vortrag: Tasso Minkner, Naumburg: Bildende Kunst in Wolfhagen, bildende Kunst aus Wolfhagen, Teil 2
3 €, für Mitglieder des Museumsvereins, Schüler und Studenten frei


Mittwoch, 15. August, 19.30 Uhr Vernissage
16. August bis Sonntag 14. Oktober
Ausstellungseröffnung: Zwei Künstler aus dem Wolfhager Land: Jochen Haase und Tasso Minkner, Naumburg

Freitag, 31. August, 19.30 Uhr
Vortrag: Herbert Ruland: Die Menschen im Grenzland und der Große Krieg. Eröffnungsvortrag Friedenswochen (bis 23. September) des ev. Kirchenkreises + Kooperationspartner in der Wilhelm-Filchner-Schule

Mittwoch, 26. September, 19.30 Uhr
Vortrag: Bernhard Balkenhol, Kassel: Was kann moderne Kunst leisten?
3 €, für Mitglieder des Museumsvereins, Schüler und Studenten frei

Mittwoch, 14. November, 19.30 Uhr
Vortrag: Arne Pillardy, Wolfhagen: Heimat
Im Sitzungssaal des Alten Rathauses, Kirchplatz
Eintritt frei!

 

 

 

Donnerstag, 1.März, 19.30 Uhr
Vortrag: Anne Harmssen, Kassel, Leiterin der Restaurierungswerkstätten der Museumslandschaft Hessen Kassel: Die Kunst, Kunst zu erhalten
3 €, für Mitglieder des Museumsvereins, Schüler und Studenten frei

Donnerstag, 22. März, 19.30 Uhr
Musikalisch-literarische Revue: Jochem Wolff, Dr. Klaus-Peter Lorenz, Julia Reingardt: Von der Stunde Null zum Wirtschaftswunder
8 €

Donnerstag, 19. April, 19.30 Uhr
Vortrag: Prof. Dr. Sabine Thümmler, Berlin: Design-Ikonen auf den documenta-Ausstellungen
3 €, für Mitglieder des Museumsvereins, Schüler und Studenten frei

Mittwoch, 25. April, 19.30 Uhr Vernissage
26. April bis 24. Juni
Sonderausstellung: Malerei von Wolfram Aust, Kassel

 



Alle Veranstaltungen in Kooperation mit der VHS Region Kassel und freundlicher Unterstützung der Kasseler Sparkasse und der Kulturstiftung des Landkreises Kassel. Die Ausstellungen mit Unterstützung des Hess. Museumsverbandes. Vielen Dank!